Der erste MAAS, nennen wir ihn Nikolaus, bis zu dem wir unsere Familienlinie direkt zurückführen können, war wohl um 1530 in St. Aldegund geboren und war Pächter auf dem Haustenhof in Lutzerath. In den Lutzerather Steuerlisten von 1654 steht Johann, Sohn des Maas, Jacob, mit Eigentum in St. Aldegund

Bis zur Säkularisation gehörte Lutzerath zum Kurstaat Trier, Niederes Erzstift Trier, Amt Cochem und zur Herrschaft der Herren von Daun. Zumindest in der I. und II. Generation hatten die Maas in Lutzerath den Haustenhof zu Lehen.

Der Haustenhof war Eigentum  der Brüder Dietrich und Gotthard Haust, Herren von Ulmen und dort kurfürstlicher Amtmann. Bei einer Erbteilung erhält Gotthard’s Witwe Christine 1505 aus dem Haustenhof in Lutzerath Erträge als Wittum sowie aus einem Lehen in Driesch. Die Kirchenchronik Driesch berichtet von einer Rente von 4 Malter Korn für die Eheleute Gotthard und Christine Hausten von Ulmen, zu liefern von ihrem Hofpächter “zu Lutzerait”an St. Martinstag. Weiterhin findet man in der Chronik Nachricht über Benefizien der Eheleute für die Kirche. Die Familie Haust hat sich im Namen der Trierer Ritterschaft, die Träger der Kirche zu Driesch gewesen ist, intensiv um die Wallfahrtskirche zu Driesch gekümmert. Ausgestattet mit dem Kollationsrecht bestellten sie den Sohn ihres Hofmannes vom Haustenhof in Lutzerath, JODOCUS MAAS, 1583 und 1633 zum Rektor der Kirche.

Jodocus Maas, geboren um 1560 in Lutzerath, nachgewiesen in der Chronik Driesch und den Steuerlisten Lutzerath von 1624, war Pfarrer in Bertrich, Gillenbeuren, Mackenheim und eben Rektor an der Wallfahrtskiche in Driesch.

In dieser handschriftlichen Chronik und einer Sammlung von Dokumenten, (Stadtarchiv Trier) , 1760 erstellt vom damaligen Rektor der Kirche, Johannes Gerads, wird über Jodocus Maas ausführlich berichtet. Im Jahre 1583 wurde er erstmalig vom Kurfürsten und Erzbischof von Trier, Johann von Schönenberg, auf Vorschlag der Trierischen Ritterschaft als junger Priester zum Rektor der Kapelle in Driesch eingesetzt. Die Kirche war eine Rektoratskapelle, erstellt und, wie o.a., unterhalten von den Benefiziaten der Trierischen Ritterschaft. Sie gehörte in das “Pastorat Lutzerath”. Nach den Pfarrstellen in Gillenbeuren, Bertrich und Mackenheim wurde Jodocus Maas 1633 wiederum Rektor in Driesch. Es war die schreckliche Periode des 30jährigen Krieges mit durchziehenden Kriegsvölkern, mit Pestzeiten und zerstörenden Naturgewalten. Jodocus Maas starb bald darauf 1635 in Kennfus und wurde im Chor der Driescher Kapelle begraben. Nach seinem Testament hat er ein Epitaph, eine Grabplatte mit Inschrift für sein Grab in der Kirche angeordnet. Das Epitaph war 1760 noch vorhanden. So heißt es in der Chronik:

“...Kennfus gestorben und hiehin ante Summi Altare begraben worden. Er hat in seinem Testament ein Epitaphium verordnet, wie solches annoch im Choro bezeichnet mit J und M., Trauben und doppeltem Creutz als seinen Hausmerk zu sehen stehet.

In einem Anhang zum Kapitalien- und Rentenbuch der Driescher Kirche schreibt Rector Matthias Bins, (Rektor von 1691 - 1717), daß Jodocus Maas 1594 Pfarrer von Gillenbeuren wurde, “wo in der Kapelle zu Schmitt (heute Urschmitt), an der ehemaligen Empore seine Hausmarke zu sehen war.”
 

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