- 2 -

Familienforschung führt zurück in die Vergangenheit, zu den Wurzeln der Vorfahren. Erst sammelt man nur Daten, dann kommt irgendwann die Frage, “Wer waren die Vorfahren, wo lebten sie, was machten sie?”

Vielfältig sind die Spuren und Zeugnisse, die wir von unseren Vorfahren MAAS gefunden haben. Als Notare, Kellner, Vögte, Schöffen oder Gerichtsschreiber der Trierer Kurfürsten sind ihre Namen verzeichnet, in den Steuerlisten zwischen Zell und Daun tauchen sie auf mit ihrem Vermögen, in den Kirchenregistern wurden ihre Taufen, Heiraten und Sterbedaten festgehalten. Die Traube und das doppelte Kreuz waren ihre Hausmarke, mit der sie ihren Besitz kennzeichneten, und aus der sich ihr Wappen entwickelte. Staunend stehen wir in der Alten Kirche in St. Aldegund vor der Figur des Ecce Homo, datiert von 1522, aus der Stiftung von Nicolaus und Paulus Maes und vor dem Epitaph des Nikolaus Ruitz, das Andenken an ihn und seine Familie, darunter seine erste Ehefrau Catharina Maas, bewahrend.

 Ebenso in der Kirche St. Kastor in Koblenz, in der sich die Grabplatte des Emmerich Coenen mit dem Wappen seiner Mutter Elisabeth Maas befindet oder in der Kirche Mater Dolorosa in Driesch, an der Jodocus Maas Priester war.

Die Hauptstämme der Familie gehen von Aldegund, Lutzerath, Immenrath, Oberwinkel, Zell und Cochem aus. So beginnt die Geschichte der Familie MAAS auch in St. Aldegund an der Mosel, wo in den Steuerlisten und Kirchenbüchern die ältesten MAAS erwähnt werden.

Die bereits genannten Nicolaus und Paulus Maes waren vermutlich Brüder. Nicolaus war Kellner der Reichsabtei St. Maximin bei Trier und wurde 1518 Reformabt der Abtei St. Nabor . Er starb 1532. Paulus hat an der Trierer Universität Theologie studiert, war als Paulus de Scta. Aldegunde Kanoniker in Pfalzel und Pastor der Pfarrei Alf.

Catharina Maas wurde um 1545 in St. Aldegund geboren. Sie war mit Nicolaus Rultz verheiratet und starb 1571 mit dem 2. Kind im Kindbett. Nicolaus Rultz, Kurfürstlicher Vogt in St. Aldegund, heiratete nach Catharinas Tod die Gertrud Kayser, eine Tochter des Kurtrierischen Kellners von Zell. Gertrud Kayser verwendete nach dem Tode ihres Mannes das Familienvermögen für eine Armenstiftung und das o.g. Epitaph. In einer Inschrift im Sockel ließ sie die Familienzusammenhänge dokumentieren:

 

ANNO 1601 IST IN GOTT VERSTORBEN UND LIGT ALLHIE BEGRABE DER EHRENHAFTER UND VORNEMER NICLAS ROLTZ VON KIRCHBRICH IN ZEIT SEINES LEBENS VHAGT ALLHIE DESSEN SEEL DER ALLMECHTICH GOTT GNEDICH SEIN WOLLE UND HAT DIE EHRN UND DUGENTSAME GERTRUDA KEISERIN SEIN EHELICHE HAUSFRAW DIESE ALTAR GOTT DEM ALMECHTIGEN ZU EHREN DER KIRCHIN ZU ZIR UND INE BEIDEN ZU GEDECHTN MACHEN UND UFFRICHTEN LASSEN. STARB A.....

Auf dem Epitaph sind die Wappen der Familie dargestellt, das der Catharina Maas auf der Frauenseite, der “Spindelseite”rechts oben. Die Familie Rultz bewohnte in Aldegund in der Brunnenstraße ein stattliches Haus, das sich bis zu einem Brand in 1899 erhalten hatte. Eine um 1570 gegossene Takenplatte, auf der ebenfalls das Maas-Wappen zu sehen war, gehörte zum Inventar dieses Hauses. Erhalten jedoch hat sich die Wetterfahne des Hauses mit dem darin abgebildeten Doppelkreuz.

                                                                                             weiter

-